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Warum Supplements?

30.07.2021 – Autorin: Dr. med. Sophia Wachner
Inhaltsverzeichnis:
1. Hochverarbeitete Lebensmittel
2. Nährstoffmangel durch industrielle Landwirtschaft
3. Der Bedarf an Nährstoffen wächst
4. Fazit

Eine ausreichende Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen bildet die Basis für eine gesunde und bewusste Ernährung. Diese für den menschlichen Organismus essenziellen Nährstoffe werden seit jeher über die täglich konsumierten Nahrungsmittel in Form von Speisen und Getränken aufgenommen. Dass dies jedoch in Zeiten industrieller Landwirtschaft und Massenproduktion immer schwieriger wird, hat unterschiedliche Gründe:

1. Hochverarbeitete Lebensmittel

Lebensmittel, die mehrere Verarbeitungsschritte durchlaufen und durch die Zugabe von Zusatzstoffen geprägt sind, können das Risiko für Mangelernährung und damit verbundene Krankheiten erhöhen. Im Verlauf des vielschichtigen Herstellungsprozesses verlieren diese zumeist als Tiefkühlpizzas, Trockensuppen oder Süßigkeiten verarbeiteten Produkte wichtige Nährstoffe, enthalten zur selben Zeit jedoch viele Kalorien. Dies führt häufig zu einer Unterversorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen, während die Kalorienzufuhr zunimmt.

2. Nährstoffmangel durch industrielle Landwirtschaft

Aufgrund der von Nährstoffmangel geprägten Böden der modernen Landwirtschaft, dem verstärkten Einsatz von Pestiziden oder der Ernte vor dem optimalen Reifegrad, kann selbst bei Bio-Lebensmitteln nicht mehr von dem gleichen Nährstoffgehalt wie noch vor einigen Jahren ausgegangen werden. So kann sogar eine vermeintlich ausgewogene Ernährung, auch aufgrund regionaler Unterschiede in der Lebensmittelherstellung, zu Mangelerscheinungen führen.

Einen wichtigen Faktor bei der Lebensmittelherstellung spielt das Mineral Selen. Die landwirtschaftlich genutzten Böden in Deutschland enthalten dieses für die menschliche Ernährung essenzielle Mineral, das antioxidativ wirkt und die Zellen vor freien Radikalen schützt, nur in geringem Umfang. Durch den fortschreitenden Klimawandel nimmt dieser Mangel stetig zu, wobei eine Unterversorgung mit Selen die Funktion des Immunsystems, des Eiweißstoffwechsels, der Muskulatur und der Spermienproduktion beeinträchtigen kann.

Ähnlich verhält es sich mit dem lebensnotwendigen Mineral Jod, welches über die Nahrung zugeführt werden muss. Natürlicherweise kommt es lediglich in Seefischen und anderen Meerestieren vor, in den restlichen Lebensmitteln ist es, wie im ständig genutzten Speisesalz, nur durch spezielle Zusätze enthalten. Ohne eine ausreichende Versorgung mit Jod können die Funktionen der Schilddrüse und die damit verbundene Hormonproduktion jedoch beeinträchtigt werden. Dies hat starke Auswirkungen auf den Stoffwechsel und kann bei Kindern mitunter zu einer Störung der körperlichen Entwicklung und Problemen bei der Reifung des Gehirns führen. Der allgemeine Jodbedarf variiert je nach Lebensphase und steigt während einer Schwangerschaft und Stillzeit stark an.

Ein individuell erhöhter Bedarf an Mikronährstoffen, der mit der täglich konsumierten Nahrung nicht gedeckt werden kann, wird oft unterschätzt. 

Dr. Sophia Wachner

3. Der Bedarf an Nährstoffen wächst

Ein individuell erhöhter Bedarf an Mikronährstoffen, der mit der täglich konsumierten Nahrung nicht gedeckt werden kann, wird oft unterschätzt. Medikamentenkonsum, genetische Ursachen, Krankheiten und Stress können dazu führen, dass der Körper eine vermehrte Zufuhr von Mineralien und Vitaminen benötigt.

Etwa kann die Einnahme des hormonellen Verhütungsmittels Antibabypille durch dessen gezielte Verabreichung von synthetischen Östrogenen und Gestagenen zu einem erhöhten Bedarf an B- Vitaminen, Vitamin C und E sowie Zink und Magnesium führen. Blutfettsenker in Form von häufig verschriebenen Statinen verursachen zudem oftmals einen Mangel an dem für den Energiestoffwechsel notwendigen Coenzym Q10, was häufig Muskelschmerzen und Erschöpfung zur Folge hat. Weiters können einzelne Krankheiten wie etwa chronisch entzündliche Darmerkrankungen, Erkrankungen der Leber oder der Bauchspeicheldrüse dazu führen, dass essenzielle Nährstoffe aus der Nahrung nicht gut genug resorbiert werden können.

Auch bewusste Entscheidungen für bestimmte Ernährungsformen können zu Nährstoffmangel führen. Der Verzicht auf tierische Nahrungsmittel oder die Einschränkung des Fleischkonsums aufgrund ethischer Bedenken und Umweltschutzmaßnahmen beispielsweise erfordert es, verstärkt auf den eigenen Nährstoffhaushalt zu achten. Veganer und manche Vegetarier sollten demnach auf eine ausreichende Zufuhr von Vitamin B12, Eisen, Omega-3-Fettsäuren und Jod achten, da diese Mikronährstoffe in ihrer Ernährung nicht oder nur unzureichend vorkommen. 

4. Fazit: Den Nährstoffhaushalt im Blick behalten

Ein gesellschaftlich verstärkt wachsendes Bewusstsein für Umweltzusammenhänge und der damit verbundene genauere Blick auf den Nährstoffgehalt von Lebensmitteln führt glücklicherweise schon dazu, dass viele Menschen den Konsum von hochverarbeiteten Lebensmitteln einschränken oder komplett darauf verzichten. Dieser Verzicht ist mit der Hoffnung verbunden, dass eine gezielt ausgewogene, natürliche Ernährung die Versorgung mit ausreichend Nährstoffen, Energie, Ballaststoffen und sekundären Pflanzenstoffen sicherstellt, was unter den besten Bedingungen auch der Fall sein sollte.

Kommen jedoch externe und interne Herausforderungen wie Stress, Medikamente, Krankheiten, Unverträglichkeiten und individuelle Ernährungsformen hinzu, kann eine Ergänzung der wichtigsten Vitamine und Mineralien mit hochwertigen Nahrungsergänzungsmitteln sinnvoll sein. Ständige Erschöpfung und Müdigkeit sowie eine allgemeine körperliche Unausgewogenheit etwa können Anzeichen dafür sein, dass sich ein Blick auf die Reserven des Körpers mittels Blutbild lohnen kann.
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